Monatszitat Juni 2017

Er konnte sich nicht erinnern, wo er hergekommen war, und letztendlich wusste er nicht, wohin er gehen würde. Doch auf die Zeit dazwischen, auf sein Leben, konnte er ohne Bedauern zurückblicken, mit einem abgerissenen Lachen und einem einzigen, großen Staunen.

Ein Satz von solcher Wucht, von solcher universeller Wahrhaftigkeit und Eleganz lässt mich die Literatur lieben! Er stammt aus Robert Seethalers wunderbarem, lesenswertem und so erstaunlich bescheidenem Roman „Ein ganzes Leben“ und gehört meiner Meinung nach zu den größten der Literaturgeschichte … und er lässt mich hoffen. Mit Lachen und Staunen auf das eigene Leben zurückzublicken, kann man sich mehr wünschen für sein eigenes Ende?

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