Auszeichnungen der letzten Woche

In der vergangenen Woche hat sich ja einiges getan unter den Literaturpreisen. Hier mal ein kleiner Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Deutscher Buchpreis: ging an Lutz Seiler für seinen DDR-Roman „Kruso“. Die Reaktionen auf diesen verdienten Preis waren größtenteils einhellig begeistert, nur die FAZ fühlte sich viel zu stark an „Der Turm“ von Uwe Tellkamp erinnert und ist deswegen nicht so zufrieden, um es freundlich auszudrücken.

Deutscher Jugendliteraturpreis: Die Gewinner dieses mittlerweile häufig kritisierten Preises sind:

Bilderbuch: Claude K. Dubois (Text, Illustration): Akim rennt (Moritz Verlag)

Kinderbuch: Martina Wildner (Text): Königin des Sprungturms (Beltz & Gelberg)

Jugendbuch: Inés Garland (Text): Wie ein unsichtbares Band (Fischer KJB)
Sachbuch: Heidi Trpak (Text), Laura Momo Aufderhaar (Illustration): Gerda Gelse. Allgemeine Weisheiten über Stechmücken (Wiener Dom-Verlag)

Preis der Jugendjury: Raquel J. Palacio (Text): Wunder (Carl Hanser Verlag)

Hotlist-Preis 2014: Nach dem etwas komplizierten Auswahlverfahren steht der Sieger fest: Andri Pols „Menschen am CERN. Reportage-Bildband“ aus dem Verlag Lars Müller Publishers. Der Melusine-Huss Preis, der an den Hotlist-Pries gekoppelt ist, geht an: Lili Grüns „Mädchenhimmel! Gedichte und Geschichten“ von Aviva Verlag.

Deutscher Ebook Award: Dieser Preis wurde zum ersten Mal vergeben und ehrt – wie der Name schon verrät – besonders gelungene ebooks und Apps, die Jury ist mit hochkarätigen Fachleuten dieses Bereichs besetzt. Das beste enhanced eBook 2014 ist interessanterweise ein Schulbuch: „Physik 7“ aus dem Verlag Lehrbücher Huber. Außerdem wurde ein Preis für die beste eBook App vergeben, und zwar für „Carl Lutz – Der vergessene Held“ von DOCMINE Productions GmbH, Robin Burgauer. Diese App zeigt die Biografie von Carl Lutz mit einer Mischung aus hochwertigen Text- und Filmelementen.

Paul-Celan-Preis: Dieser Preis vom Deutschen Literaturfonds wird für herausragende Übersetzungen ins Deutsche vergeben und geht dieses Jahr an Gerhard Meier. Dieser übersetzt aus dem Französischen und Türkischen und erhält für sein Gesamtwerk den mit 15.000 € dotierten Preis.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: geht an Jaron Lanier.

Last but not least geht der diesjährige Literaturnobelpreis an den französischen Autor Patrick Modano, der in seinen Roman den Zweiten Weltkrieg und die Herrschaft des Nazi-Regimes literarisch zu verarbeiten versucht.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s